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Vorhersage

21
Juni
Situation und mittelfristige Prognose für

Ausgegeben am 18. Juni 2018

Situation und mittelfristige Prognose vom 18. bis 24. Juni 2018

Mäßige Belastungen durch Gräserpollen in den Tieflagen und hohe Belastungen in höheren Lagen!
Die Blüte der Gräser ist dieses Jahr überdurchschnittlich. Glücklicherweise sind die Belastungen in den Tieflagen seit einiger Zeit rückläufig und verbreitet nur noch mäßig. Allerdings können zeitweise erhöhte Konzentrationen durch Ferntransport von Graspollen auftreten, vor allem bei Wind aus nördlichen Richtungen. Höhere Belastungen sind noch in höheren Lagen zu erwarten. An und über der Waldgrenze so wie in dichten Laubwäldern herrschen bessere Bedingungen für Gräserpollenallergiker vor.
Unter den Gräsern blühen aktuell das Weidelgras, die Zwenken, das Wiesen-Lieschgas und der Goldhafer. Es blühen nun auch Gräserarten in schattigeren Bereichen. Die rasche und parallele Blüte vieler dieser und anderer Gräserarten ist ungewöhnlich und zeichnet die diesjährige Gräserpollensaison aus.
Gräserpollenallergiker sollten blühende Wiesen meiden, da dort die lokale Belastung höher ausfällt. Dort wo die Mahd schon stattgefunden hat, fallen die Belastungen geringer aus.

Wegerich und Ampfer blühen.

In höheren Lagen Österreichs klingt die Blüte der Grünerle aus. Grünerlenpollen kann Erlen- und Birkenpollenallergiker betreffen.

Die Edelkastanie blüht. Ihr Pollen kann durch Kreuzreaktion bei manchem Birkenpollenallergiker Beschwerden verursachen.

Die Pollenkonzentrationen der Nesselgewächse (z.B. Brennnessel) nehmen zu.
Die Gänsefußgewächse blühen und sind vor allem auf Brachflächen und Unkrautfluren anzutreffen.

Was sich sonst noch tut: Im Pollenspektrum befindet sich zudem Pollen von Linde, Liguster, der Gänsefuß- und der Nesselgewächse, der von geringer allergologischer Bedeutung ist.

Pilzsporen treten durch das feuchte und warme Wetter in den Tieflagen in hohen Konzentrationen in der Luft auf. Das sommerliche Wetter hat dafür gesorgt, dass dieses Jahr hohe Belastungen viel früher als im Schnitt auftreten.

Prognose für Österreich 13.06.2018 - (ZAMG)

Eine Kaltfront liegt über Österreich, diese bringt vor allem im Westen und Norden sehr regnerisches Wetter. Im Osten und Süden kann auch die Sonne etwas herauskommen, dafür bilden sich hier nachfolgend Gewitter. Der Pollenflug wird aufgrund der Niederschläge oft eingedämmt und Gräserpollen belasten meist nur gering. In den Bereichen mit Regenpausen im Osten und Süden des Landes werden aber lokal mäßige Belastungen erwartet. Das feuchte Wetter fördert das Auftreten von Pilzsporen, diese können mit teils hoher Konzentration die Niederungen betreffen.

Für den Inhalt verantwortlich:

pollenwarndienst.at und HNO-Klinik der Medizinischen Universität Wien, Forschungsgruppe Aerobiologie und Polleninformation
Uwe E. Berger MBA und Mag. Dr. Katharina Bastl
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen in Österreich und dem umliegenden Ausland

Wetterdaten und Prognosen für heute basierend auf synoptischen Daten: ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik)
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