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Pollenatlas

Dieser POLLENATLAS enthält derzeit bereits über 90 verschiedene Pollentafeln mit Bildern und Beschreibungen der Pollen, die öfters in Luftproben anzutreffen sind.

Autorenschaft: Der Pollenatlas wurde von Edith Bucher und Veronika Kofler (Biologisches Labor der Landesagentur für Umwelt, Bozen) erstellt, ausgearbeitet und zur Verfügung gestellt.

  • Abies alba

    Pollen (Luftsäcke) im optischen Schnitt (1)
    Pollen (Luftsäcke) im optischen Schnitt (1)
    Exineskulptur (1)
    Exineskulptur (1)
    Pollen im optischen Schnitt (2) Seitenansicht
    Pollen im optischen Schnitt (2) Seitenansicht
    Exineskulptur (2) Seitenansicht
    Exineskulptur (2) Seitenansicht

    Art: Abies alba (Weißtanne)
    Pflanzenfamilie: Pinaceae
    bei aerobiologischen Untersuchungen üblicherweise erreichtes Bestimmungsniveau: Abies, Pinaceae

    Pollenbeschreibung:
    Form:
     hantelförmiger Pollen, rundovaler Zentralkörper mit zwei seitlichen, mehr als halbkugeligen (fast dreiviertelkugeligen) Luftsäcken, diese scheinen daher stets deutlich vom Zentralkörper abgesetzt
    Größe: 124,8 (106,9-139,3) µm (größter Durchmesser, gemessen mit Luftsäcken)
    Keimöffnungen: inaperturater Pollen
    Pollenwand: Zentralkörper: dicke, rugulate Exine, dicke Intine; Luftsäcke: Pollenwand mit grobmaschigem, unregelmäßigem Netz, Exineskulptur bedingt durch Lufteinschlüsse nur undeutlich erkennbar
    weitere Merkmale: körniges Zellplasma
    Anmerkung: ähnlicher Pollen bei weiteren Vertretern der Kieferngewächse (Picea, Pinus, Cedrus)

    Angaben zur Pflanze:
    Die Weißtanne, ein immergrüner Nadelbaum, kommt spontan in Wäldern der montanen Stufe vor. Sie bevorzugt tiefgründige Böden in schattigen Lagen mit hoher Luftfeuchtigkeit. Einzeln stehende Pflanzen beginnen im Alter von etwa 30 Jahren zu blühen, solche in Beständen erst ab 60 bis 70 Jahren. Die Blüte erfolgt in ungünstigen Jahren alle 5-8 Jahren, sonst oft mehrere Jahre nacheinander. Die Weißtanne ist einhäusig, die Zweige tragen jedoch entweder weibliche oder männliche Blüten. Die Blütenstände erscheinen im Mai im obersten Teil der Krone. Die männlichen Blütenstände sind etwa 2-3 cm lang, abwärts gerichtet und gelb, die weiblichen Blütenstände sind aufwärts gerichtet und anfangs rötlich.

    Fotos: Landesagentur für Umwelt, Bozen

  • Acacia sp.

    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Exineskulptur, Keimöffnungen (1)
    Exineskulptur, Keimöffnungen (1)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Exineskulptur, Keimöffnungen (2)
    Exineskulptur, Keimöffnungen (2)

    Art: Acacia sp. (Akazie)
    Pflanzenfamilie: Mimosaceae
    bei aerobiologischen Untersuchungen üblicherweise erreichtes Bestimmungsniveau: Mimosaceae

    Fotos: Landesagentur für Umwelt, Bozen

    Pollenbeschreibung:
    Form:
     bilateraler Pollenverband, in der Pollage rundlich bis ovale, in der äußerst seltenen Seitenansicht längsovale Polyade bestehend aus 16, annähernd kubischen Monaden
    Größe: Polyade: 44,9 (42,5-47,5) µm x 48,8 (45,5-52,4) µm (in der Polansicht gemessen), bestehend aus 13,5 (11,9-14,8) µm großen Monaden
    Keimöffnungen: colporate (?) Monaden, Keimporen im Lichtmikroskop nicht erkennbar, Exine ist an der Außenfläche in Form eines quadratischen Umrisses durchbrochen
    Pollenwand: sehr dünne, psilate Exine, dünne Intine, Pollenwand an der nach außen zugewandten Seite und den äußeren Eckpunkten (Keimhöfe?) verdickt (etwa 1-2 µm dick)
    Anmerkung: ähnlicher Pollen bei Albizia

    Die Pollenkörner der Akazie präsentieren sich als Polyaden mit je nach Art 8, 16 oder 32 Monaden, die in der Literatur als inaperturat, porat oder colporat beschrieben werden. Bei der lichtmikroskopischen Untersuchung sind die Keimporen in den intakten Polyaden nicht erkennbar.

    Angaben zur Pflanze:
    Die Akazie ist eine äußerst artenreiche Gattung mit vorwiegend immergrünen Baum- und Straucharten. Sie ist in den tropischen bis warmgemäßigten Regionen Zentral- und Südamerikas, Polynesiens, Australiens und Afrikas verbreitet. Wegen ihrer goldgelben bis cremefarbenen Blüten ist sie als Zierpflanze beliebt. Zu den häufig kultivierten Arten zählt Acacia dealbata, die Mimose. Die winzigen Akazienblüten erscheinen im Spätwinter oder Frühling. Sie sitzen dicht gedrängt in kugeligen oder zylindrischen Ähren. Oft verströmen sie einen starken Duft und bringen reichlich Pollen hervor, der Bienen anlockt.

  • Acer campestre

    Polansicht, Pollen im optischen Schnitt (1)
    Polansicht, Pollen im optischen Schnitt (1)
    Polansicht, Exineskulptur und Keimöffnungen(1)
    Polansicht, Exineskulptur und Keimöffnungen(1)
    Seitenansicht, Pollen im optischen Schnitt (2)
    Seitenansicht, Pollen im optischen Schnitt (2)
    Seitenansicht, Exineskulptur und Keimöffnung (2)
    Seitenansicht, Exineskulptur und Keimöffnung (2)

    Art: Acer campestre (Feld-Ahorn)
    Pflanzenfamilie: Aceraceae
    bei aerobiologischen Untersuchungen üblicherweise erreichtes Bestimmungsniveau: (Acer campestre), Acer

    Fotos: Landesagentur für Umwelt, Bozen

    Pollenbeschreibung:
    Form:
     in der Polansicht abgerundet dreiseitig, in der Seitenansicht rundlich bis oval
    Größe: Polachse: 28,8 (26-30) µm, Äquatordurchmesser: 35,9 (34-39) µm
    Keimöffnungen: tricolpater Pollen mit langen, weiten Keimspalten
    Pollenwand: dünne, striate Exine, Intine verdickt sich im Bereich der Keimspalten und tritt dort etwas vor

    Angaben zur Pflanze:
    Der Feld-Ahorn wächst spontan in lichten Laubmischwäldern, an Waldrändern, in Feldgehölzen und Gebüschen, außerdem wird er als Zierbaum oder Hecke angepflanzt. Diese europäisch-westasiatische, sommergrüne Art wurde früher wegen des schön gemaserten Holzes für Drechslerarbeiten verwendet. Die grüngelben Blüten sind in aufrechten, meist wenigblütigen, dolden- oder rispenartigen Blütenständen angeordnet. Sie entfalten sich im April bis Mai kurz nach den Blättern. Diese sind bis über die Mitte in 3-5 stumpfe Lappen geteilt. Die Früchte sind durch waagrecht abstehende Flügel charakterisiert.

  • Acer negundo

    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (1)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (1)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (2)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (2)

    Art: Acer negundo (Eschen-Ahorn)
    Pflanzenfamilie: Aceraceae
    bei aerobiologischen Untersuchungen üblicherweise erreichtes Bestimmungsniveau: Acer negundo, Acer

    Fotos: Landesagentur für Umwelt, Bozen

    Pollenbeschreibung:
    Form:
    in der Polansicht abgerundet dreiseitig, in der Seitenansicht oval
    Größe: Polachse: 24,1 (21,8-26,7) µm, Äquatordurchmesser: 29,7 (27,7-31,6) µm
    Keimöffnungen: tricolpater Pollen mit langen, meist zugespitzten oder seltener an den Enden abgerundeten, deutlich abgegrenzten Keimspalten
    Pollenwand: dünne, rugulate Exine, etwa 1-2 µm dicke Intine, im Bereich der Keimspalten dicker und vortretend

    Angaben zur Pflanze:
    Der sommergrüne Eschen-Ahorn stammt ursprünglich aus Nordamerika. Der raschwüchsige Baum mit unpaarig gefiederten Blättern wird häufig in Gärten und Parkanlagen angepflanzt; gelegentlich kann er auch verwildern. Er ist außerordentlich variabel und umfasst eine Reihe gärtnerisch verwendeter Formen mit panaschierten oder abweichend farbigen Blättern. Der Eschen-Ahorn ist zweihäusig, seine eingeschlechtlichen, kronenlosen Blüten erscheinen kurz vor dem Laubaustritt im Zeitraum März bis April. Die weiblichen Blüten bilden lange, wenigblütige, hängende Trauben, die männlichen Blüten sitzen auf langen, fadenförmigen Stielen und bilden vielblütige Trauben.


  • Acer pseudoplatanus

    Seitenansicht, Pollen im optischen Schnitt (1)
    Seitenansicht, Pollen im optischen Schnitt (1)
    Seitenansicht, Exineskulptur und Keimöffnung (1)
    Seitenansicht, Exineskulptur und Keimöffnung (1)
    Polansicht, Pollen imoptischen Schnitt (2)
    Polansicht, Pollen imoptischen Schnitt (2)
    Polansicht, Exineskulptur und Keimöffnungen (2)
    Polansicht, Exineskulptur und Keimöffnungen (2)

    Art: Acer pseudoplatanus (Berg-Ahorn)
    Pflanzenfamilie: Aceraceae
    bei aerobiologischen Untersuchungen üblicherweise erreichtes Bestimmungsniveau: Acer

    Fotos: Landesagentur für Umwelt, Bozen

    Pollenbeschreibung:
    Form:
    in der Polansicht rund, in der Seitenansicht rundlich bis oval
    Größe: Polachse: 33,1 (31-35) µm, Äquatordurchmesser: 38,8 (37-41) µm
    Keimöffnungen: tricolpater Pollen mit langen, weiten Keimspalten
    Pollenwand: dünne, striate Exine, Intine verdickt sich im Bereich der Keimspalten und tritt dort etwas vor

    Angaben zur Pflanze:
    Der Berg-Ahorn ist ein sommergrüner, gewöhnlich sehr stattlicher Baum. Wegen der schönen Herbstfärbung seiner meist fünflappigen Blätter wird er häufig in Alleen und Parkanlagen angepflanzt. Er ist außerdem in Laubmischwäldern spontan verbreitet, im Bergland steigt er mit Nadelhölzern bis zur Baumgrenze hinauf. Die unscheinbaren gelbgrünen, nektarreichen Blüten erscheinen im April bis Mai mit dem Blattaustrieb. Sie sind in langen, hängenden und vielblütigen Rispen angeordnet. Die Staubblätter ragen an langen Staubfäden aus den Blüten hervor. Die Flügelfrüchte bilden einen spitzen oder stumpfen Winkel.

  • Acer saccharinum

    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Exineskulptur, Keimöffnungen (1)
    Exineskulptur, Keimöffnungen (1)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Pollen im optischen Schnitt (2)

    Art: Acer saccharinum (Silber-Ahorn)
    Pflanzenfamilie: Aceraceae
    bei aerobiologischen Untersuchungen üblicherweise erreichtes Bestimmungsniveau: Acer saccharinum, Acer

    Fotos: Landesagentur für Umwelt, Bozen

    Pollenbeschreibung:
    Form:
    in der Polansicht abgerundet dreiseitig, in der Seitenansicht rundlich bis oval
    Größe: Polachse: 30,8 (28,7-32,6) µm, Äquatordurchmesser: 32,5 (30,7-34,6) µm
    Keimöffnungen: tricolpater Pollen mit sehr langen, breiten Keimspalten
    Pollenwand: dünne, rugulate Exine, etwa 1-2 µm dicke Intine, im Bereich der Keimspalten geringfügig verdickt
    Anmerkung: Die äußerst feine Exineskulptur ist im Lichtmikroskop erst bei 1000facher Vergrößerung erkennbar.

    Angaben zur Pflanze:
    Der Silber-Ahorn stammt ursprünglich aus den Auengebieten Nordamerikas, in Europa wird er seit langem in Parkanlagen angepflanzt. Der raschwüchsige Baum entwickelt auch im Stadtgebiet in kurzer Zeit ansehnliche Baumgestalten. Seine hellgrünen Blätter verfärben sich im Herbst gelborange bis braunrot. Die unscheinbaren, eingeschlechtlichen Blüten erscheinen ab Ende Februar, lange vor dem Laubaustrieb.

  • Achillea millefolium

    Seitenansicht, Pollen im optischen Schnitt (1)
    Seitenansicht, Pollen im optischen Schnitt (1)
    Seitenansicht, Exineskulptur und Keimöffnungen (1)
    Seitenansicht, Exineskulptur und Keimöffnungen (1)
    Polansicht, Pollen im optischen Schnitt (2)
    Polansicht, Pollen im optischen Schnitt (2)
    Polansicht, Exineskulptur und Keimöffnungen (2)
    Polansicht, Exineskulptur und Keimöffnungen (2)

    Art: Achillea millefolium (Gemeine Schafgarbe)
    Pflanzenfamilie: Asteraceae
    bei aerobiologischen Untersuchungen üblicherweise erreichtes Bestimmungsniveau: Asteraceae A-Form, Asteraceae

    Fotos: Landesagentur für Umwelt, Bozen

    Pollenbeschreibung:
    Form:
     in der Polansicht abgerundet dreieckig, in der Seitenansicht rundlich bis oval
    Größe: Polachse: 30,2 (27-33) µm, Äquatordurchmesser: 25,9 (24-27) µm
    Keimöffnungen: tricolporater Pollen
    Pollenwand: sehr dicke, echinate, im optischen Schnitt deutlich gestrichelte Exine mit kurzen, spitzen Stacheln, dünne Intine, quillt im Bereich der Keimporen hervor
    Anmerkung: ähnliche Pollen bei weiteren Vertretern der Asteraceae (z. B.: Leucanthemum, Matricaria, Anthemis)

    Der Pollen von Achillea wird stellvertretend für die Asteraceae A-Form (=Achillea-Form) vorgestellt. Es handelt sich um Pollen von mittlerer Größe (20-30 µm). Aufgrund der Bestachelung und der deutlichen Streifung der Exine erscheinen diese Pollen in der Polansicht (im optischen Schnitt) wie von drei Kronen besetzt.

    Angaben zur Pflanze:
    Die Artengruppe der Gemeinen Schafgarbe ist im Gebiet der gesamten nördlichen Hemisphäre verbreitet. Sie umfasst mehrere, schwer unterscheidbare Unterarten, die teilweise auch Bastarde bilden. Die Gemeine Schafgarbe kommt häufig auf verschiedenen Wiesentypen von der Tallage bis in die alpine Stufe vor. Sie stellt keine besonderen Bodenansprüche, besiedelt auch steinige Stellen, Acker- und Wegränder. Die ausdauernde, aromatisch duftende Pflanze besitzt zwei- bis dreifach fiederteilige Blätter. Die zahlreichen, weißen oder rosa Blütenköpfchen bilden eine doldige Rispe am Ende des Stengels. Die Blütezeit erfolgt im Zeitraum von Juni bis September.

  • Aesculus hippocastanum

    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (1)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (1)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (2)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (2)

    Art: Aesculus hippocastanum (Gewöhnliche Rosskastanie)
    Pflanzenfamilie: Hippocastanaceae
    bei aerobiologischen Untersuchungen üblicherweise erreichtes Bestimmungsniveau: Aesculus, (Hippocastanaceae)

    Fotos: Landesagentur für Umwelt, Bozen

    Pollenbeschreibung:
    Form:
    in der selten zu beobachtenden Polansicht rundlich, in der Seitenansicht längsoval
    Größe: Polachse: 25,4 (25-26) µm, Äquatordurchmesser: 21 (20-22) µm
    Keimöffnungen: tricolporater Pollen mit langen, deutlich abgegrenzten Keimspalten, Aperturenmembran von auffälligen, bis zu 1 µm langen Stacheln bedeckt, in der Aufsicht sind diese Exinereste als körnchenförmige Strukturen erkennbar
    Pollenwand: sehr dünne, psilate Exine, Intine verdickt sich unterhalb der Keimöffnungen und quillt an den Keimporen vor

    Angaben zur Pflanze:
    Die Rosskastanie ist ursprünglich eine südeuropäische-westasiatische Pflanze und wurde im 16. Jahrhundert in Mitteleuropa eingebürgert. Sie wird als Zierbaum in Parkanlagen und Gärten sowie als Straßen- und Alleebaum verwendet. Der sommergrüne, gewöhnlich sehr stattliche Baum besitzt gefingerte Blätter mit fein gezähnten, lanzettlichen Teilblättern. Die großen Blüten erscheinen im April bis Mai in großen, aufrechten und vielblütigen Trauben. Die Kronblätter sind weiß und in der Mitte mit einem hellgelben, später kaminroten Farbmal, das den Blütengästen den Stand der Nektarproduktion signalisiert. Nur Blüten mit gelben Farbmal werden von Insekten angeflogen, weil sie hier auf Nektar treffen. In Blüten mit kaminrotem Farbmal sind die Nektardrüsen bereits funktionslos geworden.

  • Ailanthus altissima

    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (1)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (1)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (2)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (2)

    Art: Ailanthus altissima (Götterbaum)
    Pflanzenfamilie: Simaroubaceae
    bei aerobiologischen Untersuchungen üblicherweise erreichtes Bestimmungsniveau: (Ailanthus altissima), Ailanthus

    Fotos: Landesagentur für Umwelt, Bozen

    Pollenbeschreibung:
    Form:
    in der Polansicht annähernd sechsseitig, in der Seitenansicht oval
    Größe: Polachse: 25 (24-26) µm, Äquatordurchmesser: 27,7 (27-29) µm
    Keimöffnungen: tricolporater Pollen mit langen, schmalen Keimspalten
    Pollenwand: striate bis retikulate Exine, erscheint im optischen Schnitt gestrichelt, flacht gegen die Keimspalten hin ab und ist im Bereich der Keimporen leicht vorgewölbt, dünne Intine, verdickt sich unterhalb der Keimöffnungen

    Angaben zur Pflanze:
    Der Götterbaum stammt ursprünglich aus China; heute ist er vielerorts angepflanzt und oft verwildert. Er siedelt vorwiegend auf trockenen, steinigen Böden in warmen und milden Lagen und ist in Buschwäldern, Gebüschen und entlang von Dämmen verbreitet. Wegen seiner Unempfindlichkeit gegenüber Immissionen eignet er sich zum Begrünen von Siedlungsräumen und stark befahrenen Straßen. Der bis 25 m hohe, sommergrüne Baum besitzt unpaarig gefiederte Blätter mit zugespitzten, lanzettlichen Teilblättern. Die gelblich-weißen Blüten sitzen in rispenartigen Blütenständen und entfalten sich von Juni bis Juli. Sie sondern viel Nektar ab und werden von Insekten (z. B. Diptera) bestäubt. Der reichlich produzierte Pollen wird in geringen Mengen in der Luft nachgewiesen.

  • Albizia julibrissin

    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (1)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (1)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (2)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (2)

    Art: Albizia julibrissin (Seidenbaum)
    Pflanzenfamilie: Mimosaceae
    bei aerobiologischen Untersuchungen üblicherweise erreichtes Bestimmungsniveau: Mimosaceae

    Fotos: Landesagentur für Umwelt, Bozen

    Pollenbeschreibung:
    Form:
    bilateraler Pollenverband, in der häufigen Polansicht rundlich-ovale, in der seltenen Seitenansicht ovale Polyade bestehend aus 16 annähernd kubischen Monaden
    Größe: Polyade: 87,7 (83-93) x 80,7 (75-88) µm (in der Polansicht gemessen) bestehend aus 26,4 (25-28) µm großen Monaden
    Keimöffnungen: tetraporate Monaden, Keimöffnungen im Lichtmikroskop in der intakten Polyade kaum erkennbar
    Pollenwand: etwa 2 µm dicke Pollenwand, psilate Exine, Intine verdickt sich an den Eckpunkten und bildet Keimhöfe aus
    Anmerkung: ähnlicher Pollen bei Acacia

    Angaben zur Pflanze:
    Die meisten der zur Gattung Albizia gehörenden Arten sind schnell wachsende, tropische Bäume und Sträucher mit schirmförmiger Krone und lang gestielten Blütenständen, die an die Gattungen Acacia oder Mimosa erinnern. Nur der von Iran bis Ostchina vorkommende, sommergrüne Seidenbaum ist in Mitteleuropa an klimatisch günstigen Plätzen ausreichend frosthart. Er wird wegen der filigranen Beblätterung und den attraktiven Blütenköpfchen in Gärten und Parkanlagen kultiviert. Die Blätter sind zweifach gefiedert und besitzen zahlreiche länglich-eiförmige Fiederchen. Seinen Namen erhielt der Seidenbaum aufgrund der seidigen, cremeweißen bis dunkelrosa Staubblätter (julibrissin heißt „Flockseide“), die weit aus den Blüten herausragen. Die auffälligen, kopfigen Blütenstände erscheinen im Sommer.

  • Alnus glutinosa

    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Exineskulptur (Arci) und Keimöffnungen (1)
    Exineskulptur (Arci) und Keimöffnungen (1)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Exineskulptur (Arci) und Keimöffnungen (2)
    Exineskulptur (Arci) und Keimöffnungen (2)

    Art: Alnus glutinosa (Schwarz-Erle)
    Pflanzenfamilie: Betulaceae
    bei aerobiologischen Untersuchungen üblicherweise erreichtes Bestimmungsniveau: Alnus

    Fotos: Landesagentur für Umwelt, Bozen

    Pollenbeschreibung:
    Form:
    an den Polen abgeflachter Pollen, in der Polansicht abgerundet vier- oder fünfeckig, in der Seitenansicht oval
    Größe: Polachse: 22,1 (20-23) µm, Äquatordurchmesser: 25,5 (24-26) µm
    Keimöffnungen: stephanoporater Pollen mit 4 bis 5 ovalen, vorstehenden Keimporen, Ausbildung einer getrennten, offenen Kammer innerhalb der Keimporen (Vestibulum), Keimporen von ringförmigen Verdickungen der Exine umrandet
    Pollenwand: dünne, scabrate Exine mit bogenförmigen Verdickungen (Arci) zwischen den Keimöffnungen, dünne Intine, bildet flache Keimhöfe aus
    weitere Merkmale: feinkörniges Zellplasma

    Angaben zur Pflanze:
    Die Schwarz-Erle ist eine häufig verbreitete Pflanze der kollinen bis montanen Stufe. Sie wächst auf durchnässten Böden und bildet Gebüsche und Wälder entlang von Bächen und Flüssen. In den Anschwellungen der Wurzeln leben Stickstoff fixierende Bakterien, die die Erle besonders an nährstoffarmen Standorten konkurrenzfähig machen. Die Blätter sind oval oder rundlich, an der Spitze stumpf oder ausgerandet. Die eingeschlechtlichen Blüten sind in kätzchenförmigen Blütenständen vereint. Die männlichen Kätzchen bilden lange, hängende Ähren, die unscheinbaren, weiblichen Kätzchen sind kleiner und eiförmig. Die Schwarz-Erle blüht von Februar bis April und produziert als windblütiger Baum reichlich Pollen.


  • Ambrosia artemisiifolia

    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (1)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (1)
    Exineskulptur (2)
    Exineskulptur (2)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (2)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (2)

    Art: Ambrosia artemisiifolia (Aufrechte Ambrosie)
    Pflanzenfamilie: Asteraceae
    bei aerobiologischen Untersuchungen üblicherweise erreichtes Bestimmungsniveau: Ambrosia, (Asteraceae)

    Fotos: Landesagentur für Umwelt, Bozen

    Pollenbeschreibung:
    Form:
    in der Polansicht rundlich, in der Seitenansicht rundlich bis oval
    Größe: Polachse: 17,4 (16,8-17,8) µm, Äquatordurchmesser: 18,8 (17,8-19,8)µm
    Keimöffnungen: tricolpater Pollen mit äußerst kurzen, zugespitzten Keimspalten. In der Fachliteratur wird der Pollen meist als tricolporat (mit lolongaten Poren und kurzen Keimspalten) beschrieben. Im Lichtmikroskop sind die Poren nicht erkennbar.
    Pollenwand: bis 2 µm dicke, echinate Exine, Stacheln sehr flach mit breiter Basis, dünne Intine, manchmal unter den Keimöffnungen leicht verdickt
    Anmerkung: ähnlicher Pollen bei Xanthium

    Angaben zur Pflanze:
    Die Aufrechte Ambrosie wurde aus Nordamerika eingeschleppt und hat sich in den letzten 50 Jahren in Europa eingebürgert. Sie wächst in Äckern, an Wegrändern und auf Schuttplätzen. Die Pollen dieser einjährigen, windblütigen Pflanze werden im Zeitraum August bis September in der Luft festgestellt. Die männlichen Blütenköpfe sitzen am Ende der Zweige in ährenartigen Trauben, die weiblichen Blütenköpfe sitzen unterhalb der männlichen, einige auch in den Blattwinkeln.

  • Anemone nemorosa

    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (1)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (1)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (2)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (2)

    Art: Anemone nemorosa (Busch-Windröschen)
    Pflanzenfamilie: Ranunculaceae
    bei aerobiologischen Untersuchungen üblicherweise erreichtes Bestimmungsniveau: Anemone, Ranunculaceae

    Fotos: Landesagentur für Umwelt, Bozen

    Pollenbeschreibung:
    Form:
    in der Polansicht abgerundet dreiseitig bis rundlich, in der Seitenansicht oval
    Größe: Polachse: 24,2 (23-26) µm, Äquatordurchmessser: 28,7 (26-30) µm
    Keimöffnungen: tricolpater Pollen mit an den Enden abgerundeten Keimspalten, Keimspaltenmembran von feinkörnigen Exineresten bedeckt
    Pollenwand: dünne, scabrate Exine, Intine etwa so dick wie Exine, im Bereich der Keimspalten verdickt sie sich geringfügig und quillt manchmal vor
    Anmerkung: ähnliche Pollen bei Pulsatilla (größer) und Clematis-Gruppe (kleiner)

    Angaben zur Pflanze:
    Das Busch-Windröschen gilt als europäische Pflanze und ist in Laub- und Nadelwäldern, Gebüschen und auf Wiesen häufig verbreitet. Die Pflanze besitzt drei gestielte, dreiteilige, grob gezähnte Stengelblätter sowie eine (selten zwei) weiße, bisweilen außen rosa Blüte mit zahlreichen Staub- und Fruchtblättern. Die Blüte erfolgt von März bis Mai.

  • Anthriscus sylvestris

    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Exineskulptur, Keimöffnungen (1)
    Exineskulptur, Keimöffnungen (1)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Exineskulptur, Keimöffnungen (2)
    Exineskulptur, Keimöffnungen (2)

    Art: Anthriscus sylvestris (Wiesen-Kerbel)
    Pflanzenfamilie: Apiaceae
    bei aerobiologischen Untersuchungen üblicherweise erreichtes Bestimmungsniveau: Apiaceae A-Form, Apiaceae

    Fotos: Landesagentur für Umwelt, Bozen

    Pollenbeschreibung:
    Form:
    in der vorherrschenden Seitenansicht oval
    Größe: Polachse: 28,5 (28-30) µm, Äquatordurchmesser: 16,9 (16-18) µm
    Keimöffnungen: tricolporater Pollen mit langen, engen Keimspalten und ovalen, in Richtung des Äquators gestreckten Keimporen
    Pollenwand: dünne, scabrate Exine, dünne Intine, manchmal im Bereich unterhalb der Keimporen verdickt
    Anmerkung: ähnliche Pollen bei weiteren Vertretern der Doldengewächse

    Der Pollen von Anthriscus sylvestris wird stellvertretend für die Apiaceae A-Form (= Anthriscus-Form) vorgestellt.

    Angaben zur Pflanze:
    Der Wiesenkerbel ist auf Wiesen, an Hecken und Wegrändern weit verbreitet. Vor allem bei starker Düngung wird die Art zu einem dominierenden Wiesenunkraut. Diese mehrjährige, krautige Pflanze besitzt gefiederte Blätter und weiße Blütendolden. Die Blütezeit erstreckt sich über einen langen Zeitraum von April bis August, da sich die Dolden nacheinander öffnen. Die kleinen Blüten werden von verschiedenen Insektengruppen, vor allem Fliegen und Käfern, aber auch von Bienen besucht.

  • Artemisia vulgaris

    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Exineskulptur, Keimöffnungen (1)
    Exineskulptur, Keimöffnungen (1)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Exineskulptur, Keimöffnungen (2)
    Exineskulptur, Keimöffnungen (2)

    Art: Artemisia vulgaris (Gemeiner Beifuß)
    Pflanzenfamilie: Asteraceae
    bei aerobiologischen Untersuchungen üblicherweise erreichtes Bestimmungsniveau: Artemisia

    Fotos: Landesagentur für Umwelt, Bozen

    Pollenbeschreibung:
    Form:
    rund
    Größe: Polachse: 20,5 (20-22) µm, Äquatordurchmesser: 22,5 (20-24) µm
    Keimöffnungen: tricolporater Pollen mit langen, zugespitzten Keimspalten und runden, klar abgegrenzten Keimporen
    Pollenwand: echinate Exine mit äußerst kleinen, rudimentären Stacheln, Exine erscheint im optischen Schnitt sichelförmig und quergestreift, verjüngt sich in Richtung der Keimspalten, dicke Intine, quillt oft im Bereich der Keimporen hervor
    weitere Merkmale: feinkörniges Zellplasma

    Angaben zur Pflanze:
    Der Gemeine Beifuß ist nahezu in ganz Eurasien verbreitet. Er siedelt häufig an Ufern, Wegrändern und Schuttplätzen sowie in Gebüschen. Die Art wird durch die allgemeine Eutrophierung und Bodenstörungen begünstigt. Die windblütige, ausdauernde Pflanze besitzt fiederteilige, oberseits grüne, unterseits weißfilzige Blätter. Die zahlreichen Blütenköpfchen bilden eine dichte Rispe. Sie bestehen aus spinnwebig behaarten Hüllblättern und gelben oder rotbraunen Röhrenblüten (die inneren sind zwittrig, die äußeren weiblich). Eine große Pflanze besitzt bis zu 500.000 Blütenköpfchen! Während der Blütezeit im Juli bis September schüttet der Beifuß daher sehr große Pollenmengen in die Luft aus.

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