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Pollenfalle
Pollenfalle Burkard
Pollenfalle Lanzoni

Pollenfallen und mikroskopische Auswertung

In Europa verwendet man sogenannte «volumetrische Pollenfallen». Sie stehen meist auf Dächern in etwa 15-20 Metern Höhe. Der Grund dafür ist, dass bei dieser Aufstellungshöhe ein besserer Überblick für eine Region bis etwa 20-30 km im Umkreis erlangt wird. Stünden die Pollenfallen in Augenhöhe, so wären enorme lokale Unterschiede gegeben, und man bräuchte daher praktisch alle paar Meter eine solche Falle.

Durch einen genau definierten Ansaugschlitz werden 10 Liter Luft pro Minute angesaugt. Diese Luft trifft auf eine 0.65 bis 0.7 Millimeter hinter dem Ansaugschlitz befindliche Trommel, die mit einem durchsichtigen Kunststofffilm versehen ist, der seinerseits dünn mit einem Haftmedium (Vaseline oder Silikonflüssigkeit) beschichtet ist. 
Eine Windfahne dreht den Ansaugschlitz ständig in die Windrichtung, ein kleiner Schirm über dem Schlitz schützt vor Regen. 
Die Trommel dreht sich mit einer Geschwindigkeit von 2 Millimetern pro Stunde. Auf dem Haftffilm bleiben die in der Luft enthaltenen Mikro- Partikel (wie z.B. Pollen, Pilzsporen, Bakterien, Dieselpartikel, Reifenabtrieb uam.) kleben. 
Spätestens nach einer Woche muss die Trommel gewechselt werden. Der Streifen wird nun in Tagesabschnitte zerteilt, in wasserlöslichem Kunststoff oder Glyzerin-Gelatine - eventuell unter Zusatz von Färbemitteln - eingebettet und unter dem Mikroskop mit 400-facher Vergrößerung auf Pollen und Sporen untersucht. Somit ist es möglich, auf zwei Stunden genau die Lage einzelner Partikel, aber auch ihre Anzahl festzustellen. 
Pollenkörner der einzelnen Pflanzen lassen sich vom Spezialisten voneinander unterscheiden.

Letztlich kann so der Pollengehalt der Luft in Pollen pro Kubikmeter im Tagesmittel ausgedrückt werden.

Bezugsquellen, Hersteller:
Burkard
Lanzoni 

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