Vorhersage

01
Oktober
Situation und mittelfristige Prognose für Deutschland

Die Stiftung Deutsche Polleninformationsdienst (PID) http://www.pollenstiftung.de betreibt in der Bundesrepublik Deutschland ein Netzwerk aus zurzeit ca. 45 aktiven Pollenfallen. Die Pollendaten, bestehend aus Art und Anzahl von 41 in der Luft befindlichen Pollenarten, werden von regelmäßig geschulten Mitarbeitern erhoben und anschließend dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zur Aufbereitung und Veröffentlichung der Pollenflugvorhersage gemeldet. Auf der Internetseite des DWD lassen sich die tagesaktuellen, datenbasierten Belastungsintensitäten als „Pollenflug-Gefahrenindex“ für acht allergologisch relevante Pollenarten ablesen http://www.dwd.de/pollenflug. Während der Pollenflugsaison vom 1. Januar bis zum 31. Oktober ist es zudem möglich, sich den „Pollenflug-Gefahrenindex" als Newsletter täglich an eine gewünschte E-Mail-Adresse zusenden zu lassen.

Der PID startete seine Messungen im Jahre 1983 mit dem Betrieb von drei Pollenfallen in Nordrhein-Westfalen. In den nachfolgenden Jahren wurden weitere Pollenfallenstandorte in Betrieb genommen, ab 1990 auch in den fünf neuen Bundesländern. Alle Monitoring-Stationen nutzen die gleichen standardisierten Mess- und Auswertmethoden (Messung nach Hirst-Prinzip). Allerdings wird nur bei 10 Referenzmessstellen ganzjährig gemessen. Die restlichen Messstellen erfassen ausschließlich während der, durch die Referenzmessstellen definierten Pollensaison, die je nach Witterung etwa von Januar bis Oktober dauert.

Auf der Internetseite des PID können unter anderem allgemeine Informationen zur Pollenerfassung und zu Pollenallergien abgerufen werden. Seit 2008 gibt es zudem die Möglichkeit ein persönliches Pollentagebuch zu führen http://www.pollenstiftung.de/pollentagebuch.

Seit kurzem steht eine vom PID und der Universität Wien neu entwickelte App (Pollen App 2.0) für Smartphones zum freien Download bereit. Unter https://play.google.com/store/apps/details?id=screencode.pollenwarndienst&feature=search_result für Android-Handys bzw. https://itunes.apple.com/at/app/pollen/id515301928?l=de&ls=1&mt=8 für iPhones können in Verbindung mit dem Pollentagebuch die individuellen Symptome an Nase, Augen und Bronchien sowie ihre Schweregrade bei Pollenallergikern (mit Heuschnupfen und Pollenasthma) erfasst und eine Vorhersage der wahrscheinlichen Beschwerden (in Form der Belastungsstärke durch die Pollen) für die folgenden Tage gegeben werden.

Neben den Seiten des PID und des DWD steht für Deutschland auch die Adresse www.pollenflug-nord.de von Dr. Reinhard Wachter zur Verfügung. Dort werden alle relevanten Informationen gebündelt (Messmethode, Allergie, Fragen und Antworten so wie vieles mehr) und graphisch aufbereitet. Als Anlaufstelle für interessierte Pollenallergiker wird somit das Angebot an Information in Deutschland abgerundet.

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